Barrierefreiheit im Web kommt nicht nur Menschen mit Behinderung zugute, sondern wirklich Jedem. Die Beachtung von Kriterien der Accessibility und Usability ermöglicht eine betriebssystem-, geräte- und nutzerunabhängige Bedienbarkeit. Nichtsdestotrotz ist das Wissen darüber sowohl bei Unternehmen als auch beim Webdesign wenig verbreitet. Eric Eggert will das ändern und erklärt uns Cosis, wie ein grenzenloser Internetauftritt auszusehen hat.

Barrierefreiheit im Web sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Der „Zugang für Alle“ ist in Deutschland seit 2002 für Bundesbehörden und öffentliche Einrichtungen in der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung gesetzlich verankert. Leider hat sich das Thema Barrierefreiheit nach wie vor noch nicht auf allen Websites durchgesetzt.

Barrierefreiheit im Web erfordert zuallererst das Verständnis für zwei Begriffe: Accessibility und Usability. 

Richtlinien für Accessability

Die vom W3C gegründete Web Accessibilty Initiative hat sich das Ziel, ein Bewusstsein für Menschen mit eingeschränkten Zugangsfähigkeiten zu schaffen. Dafür hat die Organisation verschiedene Richtlinien entwickelt, um Accessibility im Web zu sichern:

  • die ATAG für Werkzeuge zur Website-Erstellung
  • die WCAG für Entwickler, Werkzeuge und Evaluierungsprogramme zur Erstellung bzw. Prüfung von Website-Inhalten wie zum Beispiel Text, Bilder und Formulare
  • die UAAG für Browser, Mediaplayer und assistive Technologien.

Ein Umsetzen der Richtlinien erhöht die Zugänglichkeit der Website und bildet die Basis für barrierefreies Webdesign. Accessibility wird zum Beispiel durch die Trennung von Struktur und Darstellung sowie eine semantisch korrekte Auszeichnung aller Elemente erreicht. Eine Grundvoraussetzung ist dabei zum Beispiel die Validität des Quellcodes zur technisch sicheren Darstellung mit verschiedenen Browser-Umsetzungen und Endgeräten. Barrierefreiheit setzt Standardkonformität voraus.

Voraussetzung für Accessabiltiy: Usability

Damit Websites die Faktoren der Accessabilty überhaupt erfüllen kann, gilt es darauf zu achten, dass die Website richtig funktioniert, so dass jeder diese in beabsichtigter Weise benutzen kann. Webseiten sind hinsichtlich der Nutzerorientierung zu überprüfen, mögliche Schwachstellen herauszufinden, Standards einzuhalten und eine leichte Erlernbarkeit der Website sowie die Wiedererkennbarkeit einzelner Elemente sicherzustellen. Denn Usability verringert die Frustration der Besucher – und zufriedene Nutzer kommen wieder auf die Website.

Eigene Website im Test

Das gute ist, die Guidelines der WAI sind verständlich und können leicht überprüft werden. Dazu hangelt man sich einfach der Liste entlang. Natürlich haben wir das gleich ausprobiert. Unsere Agentur-Website ist gar nicht so schlecht aufgestellt. Die Seite ist responsive, Meta-Titles sind vergeben und auch die Farbwerte stimmen. Doch längt ist nicht alles perfekt. Es gibt noch einiges an Nachholbedarf! – vor allem die Infografiken müssen verbessert werden.mehr  Und damit in Zukunft keiner daran gehindert wird, unseren Content zu lesen, steht die Verbesserung der Accessability und Usability ganz oben auf meiner TO-DO-Liste.

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