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Statt der gewohnten Uni-Präsenzzeit in Graz, hieß es im Mai: Auf nach London! Wie geil ist das denn? Und wir wurden auch nicht enttäuscht. In unserem Fall machten wir eine 5er Mädels-WG (drei Deutsche, zwei Österreicherinnen) im East End auf.

Nach dem ersten kleinen Grummeln, wir hatten eigentlich über airbnb zwei funktionierende Badezimmer (hallo, 5 Frauen in einer Wohnung!!!), und für Content Strategie Studenten unabdingbar FUNKTIONIERENDES WLAN gebucht, nahmen wir die Gegebenheiten so, wie sie halt waren – that´s life.

Unser Viertel war wirklich super. Das East End ist in den letzten Jahren – wie sagt man doch so schön – „voll fancy“ geworden. Viele kleine Cafés, ausgefallene Shops und Restaurants von vietnamesisch über indisch bis hin zu mexikanisch. Es war für jeden von uns etwas dabei.

Nein, wir waren nicht nur zum Essen und Shoppen in London – was man jetzt durchaus denken könnte – wir haben auch jede Menge gelernt. Mehr dazu gibt es allerdings in einem anderen Beitrag hier auf unserem Blog zu lesen.

„Jack-the-Ripper-Tour“

Natürlich absolvierten auch wir das übliche Touri-Programm. Schließlich hieß es für eine von uns „first time in London“. Nach Buckingham Palace (ohne Geburtstafel von Charlet), Hyde Park, Westminister, London Eye etc. nahmen wir uns insbesondere unser Viertel vor. Was eignet sich da besser als eine „Jack-the-Ripper-Tour“. Gesagt getan. Nachdem uns der eine Veranstalter wegen Überfüllung abgelehnt hatte (von wegen ohne Voranmeldung…) fanden wir durch Zufall eine andere Gruppe. Ein echter Glücksfall. Wir konnten uns spontan einer belgischen Schulklasse anschließen – den beiden Lehrerinnen sei Dank.

TowerBridgeUnser Guide war witzig, fremdsprachensicher (Deutsch, Englisch, Holländisch) und gab sein schauspielerisches Talent zum Besten. Wir lernten die Schauplätze der fünf Morde kennen sowie Orte und Straßen des East Ends, die wir ohne ihn (leider hat sich keine von uns fünf seinen Namen gemerkt – what a pitty) wahrscheinlich nie gefunden hätten. Die Tour endete am Old Spitalfields Market. Bye-bye und noch schnell das letzte Selfie des Tages schießen.

SMarketDie Theorie mit den Morden in der Kutsche hat mir persönlich am besten gefallen. Wegen der fehlenden Blutspuren rund um einige Opfer ist die Behauptung entstanden, dass der Täter die Opfer in einer Kutsche ermordet hat. Außerdem würde eine Kutsche sein schnelles Verschwinden von einigen Tatorten erklären. Klang irgendwie logisch.

Shopping!!!

Bei fünf Frauen durfte natürlich ausgiebiges Shopping nicht fehlen. Oxford Street, Camden Market, Portobello Road etc. gehörten uns. Noch dazu, da uns unser Vermieter 100 Euro pro Person wegen der Badezimmergeschichte zurückerstattet hatte. Die 100 Euro musste also jede von uns raushauen. Kein Problem. Unsere Ausbeute war vielfältig: Pinkes Wrap (richtig, ist etwas zum Anziehen), Deko-Schmetterlinge, Kochbücher, Klamotten etc. Nikes und iWatch gehörten trotz intensiver Suche und Tests leider nicht dazu.

Sunshine

Einige von uns entwickelte eine besondere Vorliebe, mit den roten Doppeldeckern durch die Stadt zu fahren (tuckern). Nachdem wir dann doch nicht immer die vorgesehene Zeit einhalten konnten, stiegen wir wieder auf die Tube um. Suuuuper geil und sooooooooooo schnell!

Ein festes Ritual eines jeden Tages war der Besuch im Tesco Supermarkt. Es gab immer wieder etwas, was wir noch nicht ausprobiert hatten. Und die Öffnungszeiten: ein Traum. Mit dem Selfservice an der Kasse funktionierte es leider nicht immer ganz so gut, aber im „Assistance“ rufen, waren einige von uns top.

Noch ein Tipp für alle, die nach London reisen und in Heathrow ankommen: Der Heathrow Express fährt in 15(!) Minuten in einem Rutsch bis zur Paddington Station durch. Allerdings müsst ihr auf das „special offer“ achten. Statt 21 Pfund kostet der Spaß dann nur noch 10 Pfund.

Und übrigens in London scheint doch tatsächlich auch die Sonne – allen Vorurteilen zum Trotz. So durften wir uns am zweiten Tag gleich über einen Sonnenbrand im Gesicht freuen. Es hatte niemand von uns an Sonnencreme gedacht…

My summary…

Was bleibt übrig von acht gemeinsamen Tagen in London? Wir haben unzählige Kilometer zurückgelegt, Erkältungen eingefangen und auskuriert, Kissen gegen zu dünne Bettdecken gestapelt, viel gelacht, gelästert, unzählige Selfies gemacht (dem verschmähten Selfie Stick sei Dank) und uns neu erfunden (jede von uns hat den einzig wahren beruflichen Satz zu ihrer Person verpasst bekommen).

Einmal haben wir sogar die Nummer fünf von uns verloren, aber bei Harrods wiedergefunden – sozusagen vereint unter den Kitschstaturen von Diana und Dodi.

Und dank des Eurovision Contest, bei dem Deutschland und Österreich bekanntlich beide mit null Punkten nach Hause gegangen sind, waren wir in der Not vereint und mussten uns wohl oder übel mit unserem gemeinsamen Schicksal abfinden.

Danke Mädels, es war eine echt schöne Woche!

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