Alleine die Tatsache, dass wir unsere Uni-Präsenzzeit in London abhielten, war schon cool, aber dass wir auch unsere Location (okay, unsere Seminarräume) öfters wechselten, noch besser. Die erste Location hieß DigitasLBi und war in der Brick Lane im East End. Schon von weitem am hohen Truman-Schornstein gut zu erkennen. Erst einmal auf der Besuchercouch zwischengelagert, kamen wir anschließend in unseren Seminarraum.

Truman_1Dort trafen wir auf Rahel Anne Bailie, Content Strategin, die wir schon aus einem Hangout kannten. Bailie erklärte uns ihre Sichtweise einer Content Strategie. (An alle COS15-Studierenden: Ihr kommt vor der ersten Projektarbeit in den Genuss des Vortrags. Es bringt wirklich sehr viel!) Bei einer anschließenden Führung lernten wir DigitasLBi etwas genauer kennen. Da bekam das Wort Großraumbüro noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Riesige Teams von über 50 Leuten arbeiten etagenweise für ein Projekt und gehen nach Projektende wieder auseinander um sich wieder neu zusammenzutun. Dabei sieht es aus, als ob jeder vor sich alleine hinarbeitet. Es kam mir vor wie kleine Arbeitsinseln innerhalb der verschiedenen Teams. Manchmal nur kahle Wände dann wiederum Blumeninseln, Fähnchenkette quer über den Arbeitsplatz gespannt etc. Also doch ein bisschen Individualität im Großraumbüro. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall sehr interessant für Außenstehende, so eine Atmosphäre einmal kennenzulernen.

Im Untergeschoss gab es eine Cafeteria, jede Menge Sitzgelegenheit, entweder zum Reinlümmeln oder zum Arbeiten. Zur Entspannung oder zum Abreagieren steht ein Billiardtisch parat. Ach ja, eine Dachterrasse mit einem super Ausblick über das East End gab es auch noch. Leider haben wir diese nur im Regen kennen gelernt. Aber wir konnten uns durchaus vorstellen was für nette Partys oder Barbecues hier stattfinden. It´s cool, baby! Neben Rahel Anne Bailie, präsentierten dort auch Kay MacMahon von DigitalLBi sowie Elisabeth McGuane ihre Sichtweise der Content Strategie.

IMG_0371 (1)Am nächsten Tag machten wir uns auf ins Bankenviertel. Dort, wo wir es nicht erwartet hätten, fanden wir Mozilla. Richtig, Mozilla, die Macher von Firefox. Dort waren wir essenstechnisch gesehen im Paradies. Es gab Obst, Schoko, Müsliriegel, Chips etc. umsonst. Wow! Nach einem Einführungsfilm, was Mozilla gerade so macht bzw. vorhat, ging es los mit Vorträgen von Mike Atherton „Branding isn´t bollocks“ (da musste man doch schmunzeln, als es um die immer gleichen Werte ging, die sich Unternehmen auf die Fahne schreiben), Lisa M. Moore „Empathy for the content“ und Johanna Kollmann “Effective collaboration for multi-disciplinary teams“.

Außerdem hatten wir noch die Gelegenheit (großes Dankeschön an Johanna!), den Government Digital Service (GDS) zu besuchen und dort eine Führung zu machen. Ziel dieses Services ist es, den Service der öffentlichen Verwaltung zu digitalisieren und damit einfacher, klarer und wesentlich schneller zu machen. Da hat man dann doch gemerkt, dass Deutschland noch ein paar Schritte hinterher hinkt…

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