Beim Surfen durchs Web bin ich heute auf eine interessante Infografik gestoßen. Sie behauptet, visueller Content wird immer beliebter, weil wir Menschen immer intelligenter werden. Was ist dran an der Behauptung?

Das Web 2.0 verändert unsere Lesegewohnheiten. Aufgrund technischer Begrenzungen war das Internet früher deutlich textlastiger. Doch seit vor allem Social Networks wie Pinterest, Tumblr oder Instagram auf dem Vormarsch sind, bekommen Bilder, Infografiken und Videos einen immer wichtigeren Stellenwert. Natürlich lässt sich die Popularität grafischer Inhalte im Netz aber nicht nur damit erklären, dass sie schlicht verfügbar sind.

Marketing-Dienstleister WebDAM hat dazu eine interessante These aufgestellt: Demnach hat der Siegeszug etwas mit unsere Intelligenz zu tun. Zwar steigen die durchschnittlichen Werte in IQ-Tests allgemein, aber gerade die Ergebnisse im sogenannten „Ravens Matrizentest“, einem sprachfreien Multiple-Choice-Intelligenztest, steigen noch deutlich stärker. Daraus folgert WebDAM: Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt, während wir visuelle Inhalte immer besser verarbeiten können. Diese Ergebnisse werden – wie soll es auch anders sein – natürlich in einer Infografik dargestellt.Hier bekommt man auch Tipps, um möglichst überzeugende visuelle Inhalte für das Web zu produzieren. Außerdem gibt WebDAM einen Ausblick darauf, wie sich bestimmte Content-Formate in den nächsten Jahren entwickeln dürften.

Sollte Unternehmen jetzt immer stärker auf visuelle Inhalte setzen? Meine Meinung dazu: Jetzt nur nochkleine Bildchen und Videos zu veröffentlichen, ist auch keine Lösung. Aber ein ausgewogener Content-Mix dürfte zweifelsohne immer wichtiger werden.

Der Kurs von Wibke Weber hat mich sensibilisiert. Ich achte jetzt deutlich mehr auf die Bildaussage. In der Agentur nehme ich mir lieber ein paar Minuten länger Zeit für die Recherche nach einem passenden Foto. Und ich überlege bei Themen verstärkt darauf, ob sich der Inhalt auch als Infografik darstellen lässt. Denn eines ist klar: Bilder ziehen den Blick auf sich und werden gerne rezipiert – ob’s daran liegt, dass wir nun intelligenter sind als früher, sei dahingestellt 😉

 

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