Vice_Schriftzug_1Wenn sich jemand Löcher in die Stirn bohrt, soll dies ja zur Bewusstseinserweiterung beitragen. Genannt wird dieses Verfahren „Trepanation“. So gelesen in dem Artikel „Diese Frau hat sich ein Loch in den Kopf gebohrt, um ihr Bewusstsein zu erweitern“ im Vice Magazin im August 2013.

Mit dieser Story kam ich zum ersten Mal mit dem Vice Magazin in Berührung. Ein Kollege hatte zu der Zeit ein Abo für das Magazin und beglückte uns Monat für Monat mit nicht ganz alltäglichen Artikeln. Leider musste der Kollege auf Wunsch seiner Frau das Abo wieder abbestellen… Die Themen wirken jedoch noch nach.

 
Umso mehr freute ich mich, dass wir mit dem Studium ein Präsenzwochenende in Wien statt Graz einlegten und die Social-Media-Agentur Digital Affairs, die zu 80 Prozent zu Vice gehört, und in der meine Studikollegin Carmen Fritz arbeitet, besuchten. Die Agentur und die Vice Redaktion in Wien befinden sich nämlich unter einem Dach.

 

Hip, hipper, Vice

 
Laut Wikipedia ist Vice ist ein werbefinanziertes und ursprünglich kanadisches Lifestyle- und Jugendmagazin. Vice ist für seine direkte und selbstironische Berichterstattung bekannt. Das Zielpublikum der Zeitschrift sind laut eigener Aussage „kritische, trendbesessene und kulturbestimmte Großstadtbewohner, zwischen 21 und 40 Jahren“.
Zunächst einmal stand Markus, Chefredakteur bei Vice, Rede und Antwort. Als ausgebildete Redakteurin fand ich die Aussage von Markus sehr interessant: „Bei uns arbeiten keine klassisch ausgebildeten Redakteure.“ Den Satz lassen wir einfach mal so stehen.

 
Neben Vice gibt es online u.a. noch Noisey für Musik und Partykultur, Motherboard für Wissenschaft und Technik, VICE News für Nachrichten, i-D für Mode, sowie Munchies für Themen rund um Essen und Ernährung. 2014 wurde der Jahresumsatz mit 500 Millionen Dollar und der Unternehmenswert mit 2,5 Milliarden Dollar beziffert.

 
Nach einem Rundgang durch die Agentur/ Redaktion, vorbei an der „Wonderwall“ aller bisher erschienen Vice-Cover, übernahm Judith Denkmayr, geschäftsführende Gesellschafterin bei Digital Affairs. Sie war eine super Referentin und zeigte zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen anhand von zahlreichen Beispielen sehr anschaulich (an dieser Stelle großes Lob und vielen Dank!) an welchen Projekten sie wie, wann und warum so gearbeitet hat.

 

Wonderwall_ViceCover

Die „Wonderwall“ mit den Covern der Vice Magazine.

Einige der Beispiele haben durchaus Denkanstöße für das eigene Unternehmen gegeben wie z.B. die Online-Banking-Kampagne „George – dem modernsten Banking Österreichs“ von Erste Bank, die über Twitter lief – falls es im eigenen Unternehmen auch einmal in die Richtung gehen sollte.

 
Auch die unterschiedlichsten Herangehensweisen bei den Vielzahl von Projekten, die von Digital Affairs vorgestellt worden sind, haben einen Blick hinter die Kulissen zugelassen. Egal, ob es um Anwendungskonzepte, Reichweitenstrategien oder das Community Management ging.

 
Herzlichen Dank an Judith Denkmayr und Carmen Fritz für die Organisation, das leckere Essen und Trinken und die tolle Zeit bei euch!

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