Ein besonderer Studiengang, eine besondere Aufgabe. Im dritten Semester hatten die künftigen Content Strategen und Strateginnen einen Mammut-Praxisaufgabe zu bewältigen: Eine Hälfte der Studentinnen und Studenten sollte eine Content Strategie für die Website des Museums im Palais in Graz entwickeln, die andere Hälfte für innovation service network (isn), ebenfalls in Graz.

Da ich zu der Gruppe Museum im Palais gehörte, genauer gesagt zum Content Modelling, geht es in diesem Artikel auch nur um das Museumsprojekt.

MIP_Textanalyse_Ausschnitt

Analyse der Texte.

Natürlich gingen wir sehr strategisch vor: aufgeteilt in die Gruppen Message Architecture; Content Modelling und Content Marketing bzw. Community Building, starteten wir. Während sich die erste Gruppe mit Hilfe von Focus-Gruppen um die Bekanntheit des Museums und wofür das Museum überhaupt steht, kümmerte, starteten wir mit dem Modelling. Konkret hieß dies, die Struktur, Inhalte, Bilder etc. analysieren und auswerten. Es wurde mit dem Visiualisierungsprogramm Visio herum experimentiert, um die Architektur der Website darzustellen, Excel-Dateien gefüllt und Quick Wins identifiziert.

Besonders spannend fand ich Google Art Project. Dahinter verbirgt sich die digitale Aufbereitung von Museumssammlungen. Aber eine Aufbereitung vom Feinsten.

Detaillierte Beschreibungen und Einordnungen der jeweiligen Werke, Betrachtungen in einer 360-Grad-Ansicht etc. Meiner Meinung nach ein echter Gewinn für Museen und sehr zu empfehlen, um auch Sammlungen darzustellen, die aus Platzgründen nicht im Museum ausgestellt werden können.

Kommunikaitonsgruppe_Präsentation_MIP

Julia und Issi präsentierten unsere Vorschläge.

Nach dem Content Modelling folgte die Gruppe Content Marketing und Community Building. Auch hier wurden jede Menge interessanter Vorschläge erarbeitet wie zum Beispiel Texte verständlicher gestaltet und die Facebookpräsenz aussehen könnte.

Ende Januar war es dann soweit. Mit einer Präsentation vor den Verantwortlichen des Museums im Palais stellten wir unsere Ergebnisse vor. Unsere Kommunikationsgruppe, bestehend aus Julia und Issi machte einen Top-Job und fassten die rund 100 Seiten umfassende Projektarbeit sehr gut zusammen.

Auch die direkt betroffenen Mitarbeiter des Museums im Palais zeigten sich angetan. Es bleibt natürlich abzuwarten, was davon letztendlich umgesetzt wird. Ressourcen, Budget und die Abstimmung mit den Verantwortlichen im Museum müssen stimmen, damit eine solche Strategie dauerhaft eingeführt werden kann. Ein Denkanstoß für Veränderungen sollte es allemal sein.

Gelernt haben wir auf jeden Fall eine Menge. Dank unseres Kommunikationschannels Slack konnte jedes Gruppenmitglied jederzeit den aktuellen Stand nachlesen und war somit immer auf dem neuesten Stand. Und wie gut die Gruppenarbeit ineinander übergehen kann – selbst bei 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat es auch gezeigt.

Es bleibt spannend, was von unseren Ideen, Vorschlägen umgesetzt wird.

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