Das schlechte Gewissen plagt mich… Anfang viertes Semester – und kein einziger Beitrag für mein Portfolio des dritten Studienabschnitts ist online. Scheint fast so als wäre in diesem Halbjahr nichts passiert, dabei haben sich die Ereignisse nur so überschlagen. Wie gerate ich nun wieder aus der Misere heraus?

Ich will ehrlich sein – sehr ehrlich, vielleicht sogar zu ehrlich: Die Frist für das Portfolio in diesem Jahr ist längst abgelaufen – und auf meinem Blog ist nichts als gähnende Leere. Zuerst habe ich überlegt noch schnell ein paar Artikel aus dem Boden zu stampfen, diese zurückzudatieren und fertig – wird schon gut gehen und Jutta drückt ein Auge zu. Aber das fühlt sich falsch an. Deshalb jetzt ein anderer Versuch: eine Erklärung, warum mir die Muße gefehlt hat, hier etwas zu posten.

Das dritte Semester ging gemächlich los: Kaum Hangouts, ein eher entspanntes Treffen mit den Cosis beim Präsenzwochenende in Graz. So wünscht man sich das Studentenleben. Jetzt wäre Zeit gewesen, den Blog mit kreativen und lesenswerten Beiträgen zu befüllen. Doch lässt man den inneren Schweinehund von der Leine, suhlt er sich in der Sonne und ergötzt sich an seiner Faulheit. Oder anders:

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Schluss mit lustig

Doch dann Knall auf Fall wurden ich wieder von der Realität eingeholt – oder besser gesagt überrollt. Denn ab Januar war das Thema Masterarbeit plötzlich sehr präsent -und noch dazu musste die vertrödelte Zeit vom Anfang wieder reingeholt werden. Die Kandare wurde enger gezurrt: 3 Hangouts pro Woche – noch dazu zu Terminen, die sich mit meinem Job kaum vereinbaren lassen. Die Projektarbeit für das Museum im Palais muss fertig werden. Und zudem liegt die zweite Semesterarbeit noch immer unvollendet auf meinem Schreibtisch. Hinzu kommen noch E-tivities, die es zu erledigen gilt. Einen Studienabschluss gibt es eben nicht geschenkt.

Blöd nur, dass es auch noch ein Leben neben dem Studium gibt. Und natürlich kommt alles zum ungünstigsten Zeitpunkt zusammen: Privat steht ein Umzug bevor und in der Agentur geht ein Auftrag nach dem anderen ein – tolle Projekte, die viel reizvoller sind als eine schnöde wissenschaftliche Arbeit zu schreiben – oder gar einen privaten Blogbeitrag fürs Portfolio.

Ja das Studium habe ich in diesem Jahr oft als Hinkelstein empfunden, den ich ständig mit mir herumschleppe. ich war sogar kurz davor alles hinzuwerfen. Doch jetzt ist Schluss damit: Zähne zusammenbeißen und durch. Jetzt wird nicht mehr gejammert oder nach Ausreden gesucht. Natürlich läuft nicht immer alles optimal – manchmal geht es sogar drunter und drüber. Doch was soll’s? Es ist noch ein Semester zu überstehen. Und an der Tatsache, dass ich so hinterherhinke bin ich schließlich selbst Schuld. Jetzt muss ich die Suppe eben auslöffeln – egal wie.

Herausforderung angenommen

Leider kann man Dinge in der Vergangenheit nicht mehr ungeschehen machen. Dieser Blogartikel soll trotzdem eine kleine Wende einläuten. Ich habe noch einiges nachzuholen. Zuerst einmal werde ich in den nächsten Tagen noch ein paar Reviews zum 3. Semester hier veröffentlichen. Dann gilt es die 2.Semesterarbeit endlich abzugeben – immerhin ist sie momentan schon beim Korrekturlesen. Ich sehe ein winziges Licht am Ende des Tunnels ;-). Danach stürze ich mich auf die Masterarbeit. Und meine Motivation? Die darf ab uns zu noch ein bisschen am Cocktail nippen oder mit dem Teddy schmusen. Aber ganz so viel Freiraum wird sie nicht mehr bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an meine Studienkollegen Dörthe, Anneliese, Julia und Steffi, dass ihr mir so ein wunderbar schlechtes Gewissen macht – könnt ihr ruhig öfter machen.

Übrigens haben die Mädels im Gegensatz zu mir einen ganz wunderbaren Job gemacht und ihre Portfolios brav befüllt. Dörthes Artikel könnt ihr hier auf COSMUC nachlesen. Anneliese bloggt unter hausstaetter.com. Julias und Steffis Beiträge könnt ihr unter Patient Content nachlesen.

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